Psychotherapie Köln: Diplom Psychologe Stefan Grimm
Ist Ihr Leben aus dem Gleichgewicht geraten, ohne dass Sie in der Lage wären, die Balance zurück zu erlangen? Können Sie sich gar nicht mehr entspannen oder zur Ruhe kommen? Fühlen Sie sich kraftlos, orientierungslos und einsam, auch wenn Sie in einer Beziehung leben? Ist Ihnen die Lebensfreude abhanden gekommen und Ihr Leben möglicherweise in Zwangs-strukturen erstarrt? Oder neigen Sie eher dazu, atemlos die Flucht nach vorne anzutreten, indem Sie nur noch von Augenblick zu Augenblick agieren resp. reflexhaft auf alles und jeden reagieren, ohne selber so recht zu verstehen, warum alles in Ihnen und um Sie herum so verworren und chaotisch wie in einem schlechten Film ist?
Wenn Sie wissen wollen, wo das alles her kommt, und wie sie Ihr Leben wieder in den Griff bekommen, könnte der Gang zum Psychotherapeuten der richtige Weg für Sie sein.
Psychotherapie kann je nach Notwendigkeit ganz unterschiedlich ansetzen und funktionieren. Entscheidend ist, wann und in welchem Umfang wir mit Problemen konfrontiert wurden, die unsere Bewältigungskompetenz übeforderten.
Lebenszeitlich spät erlittene Überforderungen stoßen auf eine relativ stabile Persönlichkeit, die von einer kurzen aber intensiven lösungsorientierten Beratung ausreichend profitiert. Menschen, die früh in ihrem Leben (Kindheit oder gar Säuglingsalter) an die Grenzen ihrer Bewältigungskompetenz gestoßen sind, benötigen einen umfassenderen und folglich zeitintensiveren Behandlungsansatz, der es ihnen ermöglicht, die dysfunktionalen verinner-lichten Beziehungserfahrungen (die dann in der Summe die jeweilige Kernidentität eines Menschen konstituiert) durch ein intensives empathisches "Feintuning" sukzessiv zu modifizieren. Dass Menschen mit frühen Störungs-erfahrungen überhaupt gleichsam im "Notbetrieb" weiter existieren können, verdankt sich der bewundernswerten Zähigkeit und Widerstandskraft alles Lebendigen; doch funktioniert ein Mensch im existenziellen "Notmodus" durchweg so, wie wenn er sich in größter Gefahr befindet: ein starres und oft situationsunangemessenes Kampf-Flucht-Verhalten, was im Erleben ein fortwährendes und unerträgliches Höchstmaß an innerer Anspannung zur Folge hat.
Spannungsregulation - so sie denn nicht automatisch phasengerecht erworben werden konnte - kann aber nachträglich sehr wohl durch ein Traning der Achtsamkeit erlernt werden. Bei der Achtsamkeit geht es eigentlich nur darum, den Alltag in bestimmten Momenten maximal zu "ent-schleunigen". Denn nur über einen "ent-schleunigten" Handlungsvollzug entsteht innere Ruhe - etwas, dass viele von uns überhaupt nicht in sich herzustellen vermögen.
Darüber hinaus geht es aber auch immer darum, umfassendere Verstehenszusammenhänge zu vermitteln, also gleichsam das ganze Bild in den Blick zu bekommen.
Doch bezieht sich die Vermittlung von Zusammenhangserfahrung mindestens eben so sehr auf die innere wie auf die äußere Welt, obschon gerade die Menschen, die ihre Existenz als kraftzehrenden Überlebenskampf mit geringer Wirksamkeitserwartung erfahren, in Ermangelung schützender Rahmenbe-dingungen meist gar nicht dazu kommen, sich dem inneren seelischen Erleben (man könnte auch von Seelenräumen sprechen) zuzuwenden.
In einer häufigen Reaktionsbildung auf äußere chaotische Lebensumstände ist "die Katherdrale des Selbst" in unserem Inneren, mit all den gespeicherten authentischen Eindrücken, Bewertungen, Bedürfnissen und Sehnsüchten eben nicht mehr frei zugänglich, sondern oftmals durch sklerotische "Verholzungs-prozesse" überwuchert von ich-dystonen fremden Ordnungen und Strebungen, die das Kernselbst buchstäblich im Keim ersticken. Dabei kann es sich sowohl um massive Abwehrformationen als auch um unverdaute Verinnerlichungen rigider Fremdansprüche handeln (man spricht auch von unzulänglich an das innerseelische Milieu assimilierten Introjekten).
Wer sich aber sukzessiv auf den Weg der Selbsterkenntnis eingelassen und mit den verborgenen Wirksamkeiten seiner Seele vertraut und ausgesöhnt hat, (also gleichsam die gelichteten Reihen ehemals undurchschaubarer Kausalverkettungen als eine verstehbare Abfolge miteinader verbundener Ereignisse innerlich abgeschritten hat) kann wieder - frei von dem dumpfen Impuls, die unverstandenen Konflikte wieder und wieder ausagieren zu müssen - an Fahrt aufnehmen und seinem Leben eine neue Richtung geben.